Berlin Alexanderplatz

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch, Joachim Król, Annabelle Mandeng, Nils Verkooijen, Richard Fouofié Djimeli, Lena Schmidtke,…

Produzenten: Jochen Laube, Leif Alexis, Fabian Maubach, Erik Glijnis, Leontine Petit

Regisseur: Burhan Qurbani

 

Verleih: Entertainment One Germany

Kinostart: 16.07.2020

 

Inhalt:

Dies ist die Geschichte von Francis B., meinem Francis. Ihr werdet sehen, wie Francis nach Berlin kommt, wie er dreimal strauchelt und fällt. Wie er immer wieder aufsteht...“

Auf der illegalen Überfahrt von Afrika nach Europa gerät das Boot, auf dem sich Francis befindet, in einen Sturm. Er schwört, dass er ein guter und anständiger Mensch sein will, wenn er gerettet wird, und seine Gebete werden erhört. Nun ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Sein Weg führt ihn nach Deutschland, wo er sich redlich darum bemüht, ein ehrliches Leben zu führen. Doch die Umstände machen es ihm nicht einfach. Wie soll man gut sein in einer Welt, die es selbst nicht ist? Bald trifft Francis auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft. Immer wider versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen und dieser widersteht – um schließlich doch jedes Mal nachzugeben und zu fallen. Eines Tages trifft Francis auf Mieze und verliebt sich Hals über Kopf. Eine glückliche Zeit beginnt. Aber Reinhold lässt Francis nicht aus seinen Fängen...

 

Kritik:

Berlin Alexanderplatz“ ist großartig besetzt und besonders Welket Bungué als „Francis“ sorgt für Gänsehautmomente und Wut. Er ist die perfekte Besetzung für den Hauptdarsteller in Alfred Döblins Romanklassiker.

Die bewegte Geschichte erzählt eine Flüchtlingsgeschichte, von Prostituierten, Drogendealern und Kriminellen und stellt den Alexanderplatz in Berlin in die heutige Zeit.

Die Thematik von den Grenzen des sozialen Aufstiegs ist zeitgemäßer denn je. Es geht um soziale Gerechtigkeit, Migration & Integration, aber auch um Beziehungen.

In der Geschichte geht es darum, es allen recht zu machen und es geht darum, „gut zu sein“.

Der Film zeigt auch sehr deutlich, dass es Flüchtlinge gibt, die sich integrieren wollen und alles dafür tun, ein guter Mensch zu sein, er zeigt aber auch die andere Seite der Flüchtlingssituation.

Nachdem der Film auch relativ lang ist, wurde die Geschichte als klassische Tragödie in fünf Akten gesetzt. So wird der Film auch, trotz der Länge (3 Stunden) keineswegs langweilig.

Ein Film der die wahren Seiten der Politik und unserer heutigen Gesellschaft ans Licht bringt. Alles in allem ist die Geschichte sehr unterhaltsam, sie macht aber auch wütend und rührt zu Tränen, denn wie man in der Geschichte deutlich sieht, ist es für einen Flüchtling gar nicht so einfach, sich zu integrieren, wenn einem ständig, ganz gleich ob von Arbeitgebern, Politikern oder Privatpersonen, Steine in den Weg gelegt werden.