Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl

Genre: Drama

FSK: ohne Altersbeschränkung

Darsteller: Riva Krymalowski, Oliver Masucci, Carla Juri, Marinus Hohmann, Ursula Werner, Justus von Dohnányi, Anne Bennent, Hannah Kampichler, Julia Uttendorfer, Teresa Sarközy, André Szymanski, Anne Schäfer, Luisa-Celine Gaffron, Benjamin Sadler,…

Produzenten: Jochen Laube, Fabian Maubach, Clementina Hegewisch,...

Regisseurin: Caroline Link

 

Verleih: Warner Bros. GmbH

Kinostart: 25.12.2019

 

Inhalt:

Berlin 1933: Anna Kemper ist neun Jahre alt, als sich ihr Leben von Grund auf ändert. Um den Nazis zu entkommen, muss ihr Vater nach Zürich fliehen. Seine Familie folgt ihm kurze Zeit später. Anna lässt alles zurück, auch ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen, und muss sich in der Fremde einem neuen Leben voller Herausforderungen und Entbehrungen stellen...

 

Kritik:

Caroline Link hat nun den autobiografischen Jugendbuch-Klassiker von Judith Kerr verfilmt. Eine wahre Geschichte über Abschied, familiären Zusammenhalt und Zuversicht...

Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl“ ist eine beeindruckende und wunderschön in Szene gesetzte Geschichte einer jüdischen Familie über Flucht, Freundschaft und Zusammenhalt. Großartig und sehr natürlich gespielt von der Nachwuchsschauspielerin Riva Krymalowski. Auch Oliver Masucci als Vater, Justus von Dohnányi als Onkel und Ursula Werner als Haushälterin überzeugen in dem nachdenklichen Film über Flucht und Zusammenhalt.

Die Geschichte ist berührend und aus der Sicht des Kindes erzählt und trotz der ernsten Thematik fehlt auch eine gewisse Menge an Humor nicht. Auch die Intrigen und politischen Machenschaften kommen in dem Flüchtlingsdrama nicht zu kurz.

Es wird auch auf beeindruckende Weise gezeigt, wie es ist, wenn man von einem Tag auf den nächsten alles verliert und von vorne anfangen muss. In der Botschaft des Films geht es auch darum, dass man sich als Journalist nicht alles gefallen lassen soll, ganz nach dem Motto „Pressefreiheit!“

Es geht aber auch um Flucht und ums mutig sein und nicht zuletzt überzeugen auch die beeindruckenden Aufnahmen der Schweizer Berge und ein großartiger Schweizer Dialekt runden den berührenden Film, der u. a. auch zu Tränen rührt, ab.

Durch den Film wird gezeigt, dass Flüchtlinge auch nur Menschen sind, die Gefühle haben und froh sind, wenn sie irgendwo angekommen sind und freundschaftlich aufgenommen werden.

Die Szenen von Weihnachten zeigen einem wieder einmal, wie gut es den Menschen heutzutage geht und das man nur hoffen kann, dass all diejenigen, die auf ärmere herabschauen, auch mal in so eine Situation kommen, dass sie irgendwann mal vor dem Nichts stehen.

Auch die Botschaft, dass man, wenn man kein zuhause hat, immer zusammenbleiben bzw. -halten muss, wird sehr gut übermittelt. Durch den Film soll auch gezeigt werden, dass es selbst die jüngsten schon wissen müssten, dass man als Familie immer zusammenhalten muss.

 

Am 15. Dezember feierte das Flüchtlingsdrama „Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl“ eine gelungene, aber dennoch aufwühlende Premiere in der Astor Filmlounge im Arri Kino in München. Unter den zahlreichen Gästen waren neben den Mitwirkenden des Films auch prominente Kollegen wie Florian David Fitz, Maria Furtwängler, Hans Steinbichler und Dieter Bach.

 

Fotos von der München-Premiere gibt es hier... https://www.facebook.com/pg/Events-For-You-376887385731976/photos/?tab=album&album_id=2608900062530686&__tn__=-UC-R

 

 

Fazit des Premierenabends: Ein Film für die ganze Familie, denn selbst die jüngsten sollten sich in der heutigen Zeit schon mit solchen Themen auseinandersetzen können!