Alles Geld der Welt

Genre: Thriller, Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Michelle Williams, Christopher Plummer, Mark Wahlberg, Charlie Plummer, Roman Duris, Andrew Buchan, Timothy Hutton, Stacy Martin,…

Produzenten: Chris Clark, Quentin Curtis, Mark Huffam, Ridley Scott,…

Regisseur: Ridley Scott

 

Verleih: Tobis Film

Kinostart: 15.02.2018

 

Inhalt:

Es ist einer der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte: 1973 wird der 16-jährige Paul, Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty, in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch der reichste Mann der Welt denkt gar nicht ans Bezahlen. Der alte Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dessen Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chace. Den beiden bleibt nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft...

 

Kritik:

Er ist eine faszinierende Figur: schillernd, charismatisch, durch und durch ambivalent. Das Blitzen in seinen Augen erzählt von der Lust am Erfolg, von den spektakulären Deals, die ihn zum reichsten Mann der Welt gemacht haben.

Christopher Plummer interpretiert Getty mit der Präzision eines brillanten Hollywood-Haudegens. Schon allein wegen dieser Leistung ist „Alles Geld der Welt“ ein sehenswerter Film.

Unter normalen Umständen wäre das eine positive, aber nicht weiter überraschende Meldung. Für die Entstehung des Films, zumindest bei der Besetzung, galten keine normalen Umstände. Plummer zählte zwar zu den Kandidaten, die von der Produktion ursprünglich für den Part vorgesehen waren. Entschieden hat man sich aber zunächst für Kevin Spacey. Im Sommer 2017 spielte er die Rolle noch. Zumindest solange, bis Ende Oktober die ersten Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den zweifachen Oscar-Preisträger reinplatzten. Damit der Film nicht zu einem „Skandalfilm“ mutiert, den das Publikum womöglich wegen Spaceys Beteiligung boykottiert hätte, ersetzte man ihn durch Plummer.

Nichtsdestotrotz ist „Alles Geld der Welt“ ein sehr fesselnder und beeindruckender sowie gelungener Entführungsthriller.

Großartige darstellerische Leistungen von Michelle Williams, aber auch von Charlie Plummer, der die Rolle des entführten John Paul Getty sehr beeindruckend verkörpert. Auch Michelle Williams liefert hervorragende Leistungen als Mutter des entführten Paul, die halb am Verzweifeln ist, aber auch Christopher Plummer überzeugt auf der ganzen Linie als reichster und geizigster Mann der Welt.

Der Film dauert zwar über 2 Stunden, aber dafür lohnt es sich. Die Zeit verfliegt wie im Nu und dadurch das der Thriller so spannend und fesselnd, aber auch einfühlsam erzählt ist, merkt man gar nicht wie schnell die Zeit vergeht.