A Pure Place

Genre: Drama - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: Sam Louwyck, Greta Bohacek, Claude Heinrich, Daniel Sträßer, Daniel Fripan, Wolfgang Czeczor, Lena Lauzemis, Mariella Aumann,… - Produzentin: Alexis Wittgenstein - Regisseur: Nikias Chryssos

 

Verleih: Koch Films - Kinostart: 25.11.2021

 

Inhalt:

„Aus Erde und Dreck wuchs ein Mädchen. Anders als alle anderen. Ihre Zähne waren weiß wie Schnee. Ihr Name war Hygeia.“ Diese Geschichte erzählen sich die Waisenkinder, die von dem geheimnisvollen Sektenführer Fust einst auf eine abgelegene griechische Insel gebracht wurden – gerettet vor einer Welt, die im Schmutz versinkt. Auch Irina und ihr kleiner Bruder Paul leben hier. Zusammen mit den anderen Kindern hausen sie im Dreck des Kellers unter der makellosen Villa ihres „Retters“. Hier stellen sie eine spezielle Seife her, die den Sektenmitgliedern als Sakrileg die absolute Reinheit bringen soll. Als Fust auf die schöne Irina aufmerksam wird und sie auserwählt, zu ihm in die Villa zu ziehen, werden die Geschwister das erste Mal in ihrem Leben getrennt. Irina verspricht, zu ihrem kleinen Bruder zu halten – aber die neue Macht, die sie durch Fust erhält, berauscht sie zusehends. Sie bemerkt nicht, wie Fust sein grausames Endspiel vorbereitet, in dem er ihr die tragende Rolle der Hygeia zugedacht hat: Sie soll die die Welt vom Dreck befreien, zu dem in Fusts Vision auch die Kinder gehören. Paul verspricht den anderen Kellerkindern, dass er den Kampf gegen den mächtigen Manipulator aufnehmen wird. Der Dreck soll die Reinheit besiegen – anders als es das Mysterienspiel weissagt. Die Dinge nehmen einen gewaltsamen Lauf…

 

Kritik:

„A Pure Place“ ist eine albtraumhafte Mixtur aus psychologischem Thriller und moderner Parabel, die unter die Haut geht. Mit seinen beunruhigenden Bildern eines gleichermaßen paradiesischen und finsteren Griechenlands steigt er in die paranoiden Abgründe einer keimfreien Gesellschaft hinab. „A Pure Place“ ist ein dystopischer Film über den gesellschaftlichen Terror der Perfektion, der in den Untiefen der menschlichen Seele seine Wurzeln hat…

Wunderschöne Aufnahmen von einer griechischen Insel treffen auf eine Sekte.

Es geht um Loslassen und Verlassen und in der Geschichte dreht sich alles um Macht und Intrigen. Die Geschichte erzählt von Arroganz, Armut und Reichtum.

Eine Geschichte, die in zwei Gruppen aufgeteilt ist. In der einen, die dreckigen Kinder, die sich noch nicht einmal waschen dürfen, in der anderen die sauberen, die sich für den Übergang nach Elysion vorbereiten.

Alles in allem eine harmonische Geschwisterbeziehung, die durch Intrigen auf eine harte Probe gestellt wird. In der Geschichte geht es auch um Demütigung und Eifersucht.

Auf beeindruckende Weise thematisiert die Geschichte die Unterschiede zwischen Arm und Reich. Es wird präsentiert wie sich die bessere Gesellschaft gegenüber den Armen verhält. Sie behandeln sie wie Abschaum, wie Sklaven, die zwar für die besseren arbeiten dürfen, sich aber nicht waschen dürfen. Es wird auch sehr gut dargestellt, dass man sich von der besseren Gesellschaft nicht alles gefallen lassen darf und sich wehren muss.