Axolotl Overkill

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Jasna Fritzi Bauer, Arly Jover, Mavie Hörbiger, Laura Tonke, Julius Feldmeier,…

Produzenten: Hanneke van der Tas, Alain De La Mata, Martin Moszkowicz, Oliver Berben,…

Regisseur: Helene Hegemann

 

Ausstattung der DVD:

Bildformat: 16:9 – 2.39:1

Tonformat: Dolby Digital 5.1 Deutsch, Dolby Digital 2.0 Deutsch, Dolby, PAL, Widescreen, Region 2

Länge: ca. 90 Min.

 

Vertrieb: Constantin Film / Highlight Communications

DVD-Start: 07.12.2017

 

Inhalt:

Mifti ist 16. Während sie wie eine 12-jährige aussieht, verhält sie sich wie Mitte 30. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie mit ihren Halbgeschwistern in einer Berliner WG. Ihr Vater hält Terrorismus für einen zeitgemäßen Karrierezweig und interessiert sich eher für Kunst als für Menschen. Zur Schule gehen macht in diesem Setting weniger Sinn als sein Leben zwischen Partys, Drogen, Affären und Küchentischpolemiken zu verbringen. Sie ist wild, traurig, vernünftig und verliebt. Die Erwachsenen, auf die sie trifft, sind dagegen nur eines: verzweifelt. Entweder, weil bald die Welt untergeht oder weil sie nicht wissen, was sie anziehen sollen. Also muss Mifti selbst erwachsen werden, auf die eine oder andere Weise...

 

Kritik:

Axolotl Overkill“ ist auf der einen Seite ein Jugendfilm, auf der anderen Seite wiederum ein beeindruckendes Drama mit großartiger Besetzung, die mit herausragenden darstellerischen Leistungen überzeugen. Besonders Jasna Fritzi Bauer überzeugt als „Mifti“ auf ganzer Linie.

Ein Teenager sollte wissen wo seine Grenzen sind. Genau das wird in dem Film sehr gut dargestellt. Wenn man in dem Alter keine Bezugsperson hat, kann man schnell auf die schiefe Bahn geraten, wie der Film sehr gut und auf beeindruckende Weise zeigt. Man kann Teenager zwar nicht Tag und Nacht bewachen, aber eine Bezugsperson, von der sie Liebe und Halt bekommen, sollten sie schon haben.

Der Film überzeugt mit einem wunderschönen, melancholischen und stimmungsvollen Soundtrack, der so berührend und voller Gefühl, aber auch actionreich ist. Er macht aber auch deutlich, dass man Probleme nicht mit Drogen, Alkohol oder Gewalt lösen kann.

Neben all der tragischen und spannenden Momente kommt auch der Humor in dem außergewöhnlichen Film nicht zu kurz.

Der Schluss wird sicher ein paar Fragen offen lassen. Wenn man sich aber intensiv mit der Geschichte befasst und in den Film hineinsteigert, wird man auch schnell merken warum der Film an genau diesem Punkt zu Ende ist. Auf jeden Fall ist es aber ein ganz toller Film über das „Selbstfinden“ eines Jugendlichen, der mit seinem Leben nicht recht viel anzufangen weiß...